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Newsletter Pop-Up: Abonnier mich, folge mir! Nein, jetzt erst recht nicht.

by Isabell Deuer

Pop-Ups, die zum abonnieren und folgen einer Seite oder des Newsletter animieren sollen, gehören nach SEO-Sicht mittlerweile zum guten Ton. Liebe SEO-Experten und alle anderen: Lasst es! Ein Pop-Up nervt einfach nur und bewirkt das Gegenteil.

Sie sind wie eine Regenwolke, die sich bei gutem Wetter vor die Sonne schiebt. Wie eine Windbö, die die erste Kugel Eis von der Waffel weht. Wie ein platter Autoreifen, wie die längst fällige Gehaltserhöhung, die der geizige, überbezahlte Chef mal wieder nicht genehmigt.

 

Pop-Up Pop-Ups

Pop-Up Pop-Ups Newsletter

 

Pop-Ups. Die Asteroiden des Internets

Sie kommen aus dem Hinterhalt. Immer genau dann, wenn man die Seite auf dem „zurück“ Button verlassen will. Genau so ist es auch den Dinosauriern ergangen. Schwupps, kam der Asteroid und eine ganze Reptilienruppe wurde ausradiert.

Das gemeine Pop-Up hat nur ein Ziel: Dem Internetnutzer gehörig auf den Zeiger zu gehen. In plakativen Buchstaben steht da, man soll doch BITTE BITTE mit Kirsche oben drauf, den Newsletter, oder gleich den ganzen Blog, abonnieren.
Was man dagegen tun kann? Nichts. Selbst Adblock ist dagegen hilflos.
Adblock hat das Internet zu einem besseren Ort gemacht. Wenn ich das Tool nicht aktiviert hätte, wäre ich zwar um bestimmt 5000 iPhones reicher, aber auch um mindestens genausoviele Nerven ärmer.
Wisst ihr, was solche Fenster bei mir bewirken?

Zumindest nicht, das ich abonniere.
Ich bin endsgenervt, weil ich dazu genötigt werde, etwas zu abonnieren, was ich nicht will. Ich will auch nicht, dass mir ein Versicherungsvertreter eine Versicherung aufschwatzt. Oder ein Vorwerkmitarbeiter einen Staubsauger. Ich will es selbst entscheiden, ob ich einen Newsletter abonniere, genauso wie ich entscheiden will, ob ich einen Blog abonniere.

 

Pop-Up Pop-Ups

 

Natürlich tragen sich einige wenige User in den Newsletter ein, wenn sie mit einem Pop-Up dazu aufgefordert werden. Aber wie viele lesen denn einen Newsletter? Besteht die Relation von einem Blogabonnent zu einem oder mehrerer User, die danach die Seite meiden? Aber Abonnent ist Abonnent, oder?
Ich weiß nicht wer, aber irgendjemand hat wohl mal festgestellt, dass durch Pop-Ups Abonennten gewonnen werden können. Und wie das nun mal so ist, hat es einer, wollen es sehr viele andere auch haben.
Da stelle ich mir doch die Frage: Werden die User schlichtweg für zu blöd gehalten, um in der Seitenleiste (oder im Footer… oder im Header… oder an allen drei Stellen gleichzeitig) das Feld zum abonnieren zu finden? Ich glaube nicht.

 

Welche Arten vom gemeinen Newsletter Pop-Up gibt’s?

  • Es ploppt auf, wenn man gerade im Begriff ist, die Seite zu verlassen. Ist nicht ganz so nervig, weil man dann immerhin den Artikel lesen konnte. Aber ein Widersehen gibt es dann (bei mir) trotzdem nicht.
  • Es ploppt direkt auf, wenn man die Seite betritt, ohne IRGENDETWAS lesen zu können, da es einfach mal den halben Artikel überdeckt. Zum Glück ist das Internet groß genug, dass man sich eine weniger penetrante Seite suchen kann.
  • Ganz besonders stylisch sind solche Pop-Ups, die ins Bild fliegen und womöglich noch anfangen, wild zu blinken. Ok. Wenn ich blinkende Leuchtreklame will, geh ich nach Vegas oder auf eine Kirmes.
  • Man scrollt einen Millimeter nach unten und zack, hat man ein Pop-Up vor der Nase. Nein, einfach nein.

Bei meinen Recherchen waren alle Arten von Pop-Ups vertreten. Und wirklich einigermaßen erträglich war nur die erste Gruppe.

 

Pop-Up Pop-Ups

 

Fassen wir es kurz zusammen:

  • Pop-Ups sind ätzend.
  • Höchstwahrscheinlich landet der Newsletter beim Empfänger eh im Spamordner.
  • Genervte User kommen nicht ein zweites mal.
  • 99,9% aller interaktiven Onlinewerbung wird sowieso nicht angeklickt.

PS: Du bist ein Mensch, keine Zahl. Ich traue dir zu, dass du schlau genug bist, selbst zu entscheiden, ob du einen Blog abonnieren willst.
Also: ABONNIEREN!!!! Irgendwo rechts in der Seitenleiste.


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