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Joggen

Joggen. Die Anfänge eines Anfängers

Habt ihr euch schon einmal versucht, zum joggen zu motivieren?  Hier meine Erfahrungen, wie ich gelernt hab, das joggen zu mögen.

Fast jeder hat sich schon einmal vorgenommen, etwas fitter zu werden. Meistens werden diese Vorsätze zum Jahreswechsel getroffen und mehr oder weniger konsequent durchgehalten. Die erste Zeit ist man noch hochmotiviert, nach einer Woche findet man schon die ersten Ausreden warum dieses oder jenes nicht klappt, nach 4 Wochen ist man wieder so weit wie davor und ärgert sich, warum man schon (wieder) gescheitert ist.

Meine Motivation zum joggen war in allererster Linie mit einem Training nach Shaun T. weiterzumachen, was mir Spaß macht, abwechslungsreich ist und meine Ausdauer verbessert. Leider fand ich laufen zu gehen weder spaßig noch abwechlungsreich. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, was daran toll sein sollte, wenn man eine Stunde ohne Pause wie eine Dampflock schnaufend durch die Gegend rennt und sich einen abschwitzt. Ich habe mich über viele Jahre vehement geweigert, mich schneller als Schrittgeschwindigkeit fortzubewegen – in der Ruhe liegt schließlich die Kraft.

Nur habe ich mir irgendwann gedacht: Was andere können, schaffe ich auch. Laufen kann schließlich jeder, so schwer wird das schon nicht sein.
Joggen kann man überall. Man braucht keine teure Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio, bis auf die Schuhe und Klamotten kostet es nichts… billiger geht’s ja gar nicht, etwas für seine Gesundheit zu tun. Ganz davon abgesehen, ist die Gegend hier zum joggen auch nicht unbedingt schlecht… also packen wir es mal an.

Ich machte mich auf die Suche nach einem guten Laufschuh und wurde von der Vielfalt im Internet geradezu erschlagen.
Barfußschuhe, Stabilschuhe, Neutralschuhe, Dämpfungsschuhe, Schuhe für Überpronation, ich hatte keine Ahnung, was ich mir holen sollte – ganz zu schweigen, welche Marke davon. Ich war überfordert und wusste nicht, wie ich den für mich passenden Schuh ohne Hilfe finden sollte. Bei Erfahrungsberichten erzählt sowieso jeder etwas anderes, also blieb mir nichts anderes übrig, als eine Laufanalyse machen zu lassen. Und das empfehle ich JEDEM. Wenn ihr einen Laufschuh kaufen wollt, geht ins Sportgeschäft eures Vertrauens, nehmt euch die Zeit für die Beratung und schaut, was für ein Schuh zu euch passt. Diese Leute haben Ahnung von der Materie und können euch bei allen Fragen mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Bei mir gab es nichts besonderes zu beachten, durch das Videopodoskop konnte man nur feststellen, dass ich den linken Fuß mehr belaste als den rechten, was aber bei vielen Menschen der Fall ist. Fußfehlstellungen habe ich nicht, also wird mein neuer Schuh ein Neutralschuh.

Ich bekam 3 Modelle zur Auswahl. Einen von Asics, von Brooks und die letzte Marke weiß ich leider nicht mehr.
Also probierte ich alle nacheinander an, joggte ein kleines Stück durchs Geschäft und sollte mein Urteil abgeben.

  • Asicsschuh: Ok, nichts besonderes.
  • Brooksschuh: Oh mein Gott, der ist toll. So bequem wie meine durchgesessene Couch aus der WG damals.
  • Schuh-von-dem-ich-die-Marke-nicht-mehr-weiß: Unbequem.

Der Mitarbeiter, der mich bei jedem Lauf beobachtet hatte, hatte sich seine Meinung schon gebildet. Auch wenn unter den drei Schuhen schon ein klarer Favorit war, probierte ich noch weitere an. Aber keiner kam an den Brooks Glycerin 15 ran – in Größe 42 (!!!). meine eigentliche Schuhgröße ist 40 und hätte ich meinen Schuh online geshoppt, hätte ich mir mit 100%iger Wahrscheinlichkeit einen viel zu kleinen Schuh gekauft.
Vor dem Kauf war mir die Farbe und die Optik komplett egal gewesen und das ist sie bis heute auch noch. Ein Laufschuh muss in erster Linie passen und man muss sich darin wohl fühlen. Und das merkt man schon direkt beim reinschlüpfen, ich hatte bei meinem Schuh wirklich ein Aha-Erlebnis. Aber wie auch bei vielen anderen Sachen – jeder Mensch ist verschieden. Für manche wäre der Brooks zu weich. Ich mags weich und bequem beim joggen. Der direkte Bodenkontakt ist mir da nicht so wichtig.

So. Schuhe sind gekauft, ich freue mich wie ein Schneekönig auf meinen ersten Lauf und fahre ganz aufgeregt nach Hause.

Funktionskleidung besaß ich (noch) nicht. Ne Caprileggings und ein normales T-Shirt werden schon reichen. Also hab ich mich in meine fancy Leibchen geschmissen, die Schuhe angezogen und los.

100 m war das höchste der Gefühle und ich bin schon nicht wie eine Garzelle über den Asphalt geschwebt. Jede Oma mit Rollator hätte mich überholen können. Ich zog also mein von mir gestelltes Pensum von knapp 1,5 km mit unzähligen Pausen durch. An dem Tag waren es über 25 Grad, mit herrlichem Sonnenschein. Ich schwitzte wie verrückt, und da stand es für mich fest: Ich bin eher der kühlere Lauftyp. Also erst losmarschieren, wenn es im Sommer schon spätabends ist.
Nach dem „joggen“ hab ich mich SO gut gefühlt. Auch wenn es erst eine Miniministrecke war, ich hatte es geschafft. Ich war patschnass, meine Klamotten waren patschnass, aber das war ja egal. Zu Hause wartete sowieso die Dusche auf mich.

Das war meine allererste Joggingrunde. Nach wie vor sind meine Laufschuhe eine große Motivation für mich. Es macht so viel Spaß, darin zu joggen. Ich laufe seit 3 Monaten 3x die Woche und bin noch lange nicht an meinem persönlichen Ziel von 12 km angekommen (einmal bei uns um den See herum).

2 thoughts to “Joggen. Die Anfänge eines Anfängers”

  1. Joggen ist für mich auch immer wieder eine Überwindung. Ich denke jedes Mal, es wäre doch das einfachste um Sport zu machen, aber die Motivation lässt auf sich warten… Tolle Bilder!
    Liebe Grüße, Mona

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