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Bildbearbeitung: Wie pimpt man Naturaufnahmen?

Heutzutage geht absolut nichts mehr ohne Bildbearbeitung. Mit Photoshop kann man so gut wie alles machen, doch wie kann man Naturaufnahmen schnell und einfach auf dem Handy pimpen?

Eins vorab: Ich beschränke mich hier absolut auf die einfachste und schnellste Möglichkeit, ohne Photoshop direkt am Handy Bilder zu bearbeiten.

Bei diesem kleinen Tutorial konzentriere ich mich auf Naturaufnahmen. Es soll zeigen, wie man ohne ein Studium als Grafikdesigner schöne Naturaufnahmen eindrucksvoller darstellen kann.
Im Gegensatz zur Modefotografie, in der die Farben so natürlich wie möglich dargestellt werden, darf man hier ein bisschen Gas geben. Erhöht man den Kontrast und geht mit der Sättigung ein wenig nach oben, erhält man eindrucksvolle Bilder, die vorher gar nicht mal so spektakulär waren.

Als einziges Tool für die Bildbearbeitung nehme ich hierfür die App Snapseed. Die gibt es sowohl für iOS als auch Android und ich nutze diese App schon viele Jahre (keine Werbung, volle Überzeugung!) Erhältlich ist sie seit 2011 und bevor Snapseed von Google aufgekauft wurde, kostete die App knapp 4 EUR. Sie ist mittlerweile kostenlos mit allen Funktionen erhältlich und hat schon mehrere Preise als App of the Year usw. abgeräumt. Ihr könnt mit dem Download absolut nichts falsch machen. Der Entwickler der App hat schon diverse Plugins für Photoshop entwickelt, der Mann versteht also was von seinem Fach und das merkt man im Funktionsumfang der App auch an.
Also schmeißt alle anderen Apps vom Handy, für die Bildbearbeitung braucht ihr die nicht mehr.Bildbearbeitung

 

Das erste Beispiel zeigt euch einen morgendlichen Sonnenaufgang. Den Himmel zu fotografieren ist das einfachste Motiv, es sieht immer gut aus und bewegt sich nicht. Das einzige, was man machen muss, ist den richtigen Zeitpunkt abzuwarten. Generell bekommt man von Aufnahmen am Morgen und am späten Nachmittag die besten Ergebnisse.

Was ich hier gemacht habe: Den HDR Filter benutzt. Tools –> HDR Scape –> das wars. Wischt ihr mit dem Finger nach oben, könnt ihr die Fiterstärke, Helligkeit und Sättigung manuell anpassen. Meistens benötigt man das aber nicht.
Man kann direkt den Unterschied erkennen. Man sieht Details, wo vorher keine waren. Probiert das mal mit Euren Bildern aus! Ihr werdet verblüfft sein, wie so manch langweiliges Bild danach aussieht. Es bleibt natürlich euch überlassen, in wie weit ihr es eher „natürlich“ mögt oder nicht.

Bildbearbeitung

Ein anderes interessantes Tool ist der Drama-Effekt. In der Voreinstellung wird die Sättigung nach unten geschraubt, die könnt ihr getrost wieder ein wenig nach oben setzen. Hier seht ihr den Effekt in Verbindung mit dem Fokuseffekt (dieser lässt den Hintergrund verschwimmen) auch hier habt ihr alle möglichen Einstellungsmöglichkeiten. Vom Weichzeichner stärker einstellen bis zur Vignettierungsstärke und dem Weichzeichnungsübergang ist alles dabei. Beim Fokuseffekt könnt ihr maximal flexibel sein, man kann den Bearbeitungsbereich drehen, ziehen, kleiner stellen, ganz wie man möchte. Den Fokus auf einen bestimmten Punkt zu setzen, um vom Hintergrund nicht abgelenkt zu werden, eignet sich auch besonders gut für Foodies.

Bildbearbeitung

Ein anderes Thema sind Aufnahmen in der Dämmerung und bei schlechten Lichtverhältnissen. Hier werden alle Aufnahmen körnig, wenn man versucht, sie im Nachhinein aufzuhellen um mehr Details zu sehen. Da kommen die Handykameras ganz klar an ihre Grenzen. Nur mit einer Spiegelreflexkamera mit passendem Objektiv kann man hier tolle Bilder machen. In der Bildbearbeitung kann man allerhöchstens versuchen, mithilfe eines Weichzeichners das Rauschen etwas zu verringern, aber trotzdem ist das Endergebnis nicht zufriedenstellend.

Bildbearbeitung

Für gute Bilder braucht man keine Fotoausrüstung für mehrere tausend Euro. Wenn man keinen Sinn für gute Motive hat, macht man so trotzdem keine guten Fotos. Mit ein bisschen Glück beim Licht und zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, kann man selbst mit einer Handykamera wunderschöne Bilder machen.

Wusstet ihr, dass…

  • Photoshop Geschichte geschrieben hat? Seit 2013 können Besucher des Computer History Museum im kalifornischen Ort Mountain View den Quellcode von Photoshop 1.0.1 runterladen.
  • Es 1990 mit Photoshop 1.0 lediglich 200 Kaufexemplare gab?
  • Photoshop als allererstes für den Mac hergestellt wurde? Erst 2 Jahre später, im November 1992, fand es seinen Weg auf Windows-Rechner.

Mehr interessante Fakten gibt es hier.

2 thoughts to “Bildbearbeitung: Wie pimpt man Naturaufnahmen?”

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